„Ich brauche eine Webseite, soll ich Wix nehmen oder WordPress?“ Diese Frage höre ich regelmäßig. Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Aber meistens ist WordPress die richtige Wahl, und manchmal braucht man gar keinen klassischen CMS-Ansatz.
Website-Baukästen: Schnell rein, schnell limitiert
Tools wie Wix, Squarespace oder Jimdo sind verlockend: keine Technik, keine Installation, innerhalb von Stunden online. Für eine allererste digitale Visitenkarte mag das genügen.
Aber die Grenzen zeigen sich schnell:
- Kaum Kontrolle über technische SEO-Einstellungen
- Eingeschränkte Ladezeiten durch aufgeblähten Code
- Kein echter Zugriff auf den Code – du bist abhängig vom Anbieter
- Höhere monatliche Kosten als oft gedacht
- Datenmigration ist schwierig bis unmöglich
Baukästen sind für Hobby-Projekte in Ordnung. Für ein ernsthaftes Unternehmen sind sie mittelfristig eine teure Sackgasse.
WordPress: Die klare Empfehlung für die meisten Websites
WordPress betreibt über 43 % aller Websites weltweit. Du besitzt deine Seite wirklich – keine Abhängigkeit von einem Anbieter.
Die wichtigsten Stärken:
- Hervorragende SEO-Grundlage mit den richtigen Plugins
- Tausende professionelle Themes und Plugins
- Aktive Community, regelmäßige Sicherheitsupdates
- Hosting-Kosten ab 5 bis 10 Euro pro Monat
- Skalierbar: Von der Visitenkarte bis zum Online-Shop
- WooCommerce macht WordPress zur E-Commerce-Plattform
💡 Tipp: Für Freiberufler, lokale Dienstleister, Agenturen und kleine bis mittlere Shops ist WordPress in 90 % der Fälle die richtige Wahl.
- WordPress.org – Offizielle Quelle für Core, Plugins und Themes.
- Elementor – Populärer Page Builder.
- WPScan – Kostenloser Sicherheitsscanner.
- ManageWP – Dashboard zur zentralen Verwaltung.
Hosting: Hier solltest du nicht sparen
WordPress ist nur so gut wie das Hosting darunter. Ein überlasteter Billig-Hoster macht selbst die beste Seite langsam.
Die Grenzen von WordPress
WordPress ist kein Allheilmittel. Es gibt Situationen, in denen ein klassisches CMS nicht mehr ausreicht:
- Sehr hohe Last: Ein Ticketshop mit Tausenden gleichzeitigen Zugriffen stößt an Grenzen.
- Komplexe Web-Applikationen: Buchungssysteme, Dashboards, SaaS-Plattformen – WordPress ist das falsche Werkzeug.
- Maximale Design-Freiheit: Manchmal ist ein Projekt so individuell, dass Custom die bessere Wahl ist.
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Mein Fazit nach 9 Jahren
Ich habe beides gebaut. Von simplen WordPress-Seiten bis hin zu komplexen Workflow-Systemen. Die Wahrheit: Die meisten Kunden brauchen kein Framework. Sie brauchen eine saubere, schnelle, SEO-optimierte WordPress-Seite.
Wer aber merkt, dass seine Anforderungen über eine klassische Website hinausgehen, dem rate ich offen dazu, in eine individuelle Lösung zu investieren.